auf dem EPW hat man von den Hängen immer wieder schöne Tiefblicke auf die Elster

 

Elsterperlenweg

Wo: Thüringen

Start und Ende: Greiz

Etappen: 6

Länge: rund 72 km

Offizielle Webseite: www.vogtlandtourismus.de

ÖPNV: www.vogtlandauskunft.de

darauf wird Wert gelegt: hier wird nicht sächsisch gesprochen, sondern vogtländisch; und der EPW liegt ganz im Norden der Region (oberhalb von "Epfel")

 

Offizielle Etappeneinteilung:

  1. Greiz – Neumühle, 10 km
  2. Neumühle – Berga, 10,5 km
  3. Berga – Wünschendorf, 13,1 km
  4. Wünschendorf – Berga, 16,2 km
  5. Berga – Neumühle, 9,9 km
  6. Neumühle – Greiz, 10 km

Der Elsterperlenweg erklimmt, teils auf spektakulären und manchmal seilversicherten single-trails, die Hänge links und rechts der Weißen Elster. Es geht munter auf und ab, das Höhenmeterkonto listet am Ende keineswegs unsportliche 1.826 auf- und wieder abgestiegene Meter auf.

Ausgangspunkt ist die attraktive Residenzstadt Greiz, die zwei Schlösser, einen Landschaftspark im englischen Stil und eine schöne Altstadt vorweisen kann. Greiz ist Endpunkt mehrerer Bahnlinien z.b. von Plauen oder Gera. Die Etappenziele des Elsterperlenwegs liegen alle an der Strecke nach Gera, so dass man ganz bequem mit leichtem Gepäck losstiefeln kann.

Meine Wanderfreundin und ich sind den Elsterperlenweg in vier Etappen gewandert; am Anreisetag reichte die Zeit noch gut für eine der kurzen Etappen. Wir nahmen uns dazu eine Auszeit vom Kammweg, den wir in Adorf verlassen haben, um mehr vom Vogtland zu sehen. Adorf liegt ebenfalls an der Elster, hier kann man das Perlmutter Museum besuchen, das anschaulich die Geschichte der hiesigen Flussperlenfischerei – diese Perlmuscheln kommen nur an ganz wenigen Standorten in Deutschland vor - beleuchtet.  Die Fahrt nach Greiz dauert ca. 2 Stunden; ein Zwischenstopp oder ein Pausentag in Plauen lohnt wegen der ebenfalls sehr interessanten Museen dort.

Unsere Etappeneinteilung:

  1. Neumühle – Greiz, Etappe 6
  2. Neumühle – Wünschendorf, Etappen 5 und 3
  3. Berga – Wünschendorf, Etappe 4
  4. Berga – Greiz, Etappen 2 und 1

Unser Fazit: der Weg ist gut in vier Etappen machbar. Drei Etappen wären uns zu sportlich gewesen, weil Etappe 4 allein schon 16 km lang ist und rund 500 Höhenmeter aufweist. Die Zuwege von und zu den Bahnhöfen muss man auch noch in die Streckenlänge einrechnen. Zwar halten  nicht alle Etappen wegetechnisch und landschaftlich das hohe Niveau der Königsetappe (Etappe 4), trotzdem ist der Elsterperlenweg ist eine sehr attraktive Tour für ein verlängertes Wochenende; auch als Ergänzung zum Kammweg eignet er sich perfekt.

 

Zwischenstop in Plauen

Marktplatz mit Rathaus

Plauen ist für seine Spitze bekannt

und für e.o plauen - seine Vater und Sohn Figuren sind überall präsent

dieses Ereignis ist tatsächlich nicht so im öffentlichen Bewußtsein verankert

Dieses Kunstwerk erinnert daran, und am Bildschirm links kann man sich ausführlicher informieren - was wir auch taten, als uns plötzlich eine Frau ansprach und sagte, die Frau auf dem Bild bin ich! Sie erzählte uns dann, wie sie die Demonstration und diese Umbruchszeit erlebt hat.   

 

Etappe 1: Neumühle - Greiz

erster Blick auf die Elster

dann entdecke ich mein Wanderzeichen

der größte Teil der Etappe führt über breite Wege

gegen Ende kommt der erste Höhepunkt

das weiße Kreuz

ein toller Blick auf Greiz und den Schloßpark mit dem großen See

nächster Aussichtspunkt: der Pulverturm

vom Pulverturm ist es nicht weit bis zum Schloßpark

bis ins Zentrum sind es noch 2 km

 

Etappe 2: Neumühle - Wünschendorf

Start an der Elsterbrücke in Neumühle

der Weg ist etwas wilder als gestern

und gleich geht es tüchtig berauf

der "Heitere Blick" genannte Aussichtspunkt

eine längere Strecke führt uns nun auf der Hochebene lang

Markersdorf

in fließend vogtländisch können wir uns darauf verständigen, die Regenjacken anzuziehen

in Markersdorf (wie auch an vielen anderen Stellen und Orten auf dem EPW) finden wir einen trockenen Unterschlupf für die Mittagspause

die Rast erfolgt mit Blick auf die - leider - korrekten Vorhersagen: zum Wetter und zum nächsten Kilometer 

Absteig nach Berga

Berga

die schöne Kirche von Berga

Marktplatz

es geht über die Elster

und am Zollhaus, dem Kreuzungspunkt des EPW, muss man aufpassen, in welche Richtung es weiter geht

korrekter Weg identifiziert: auf der westlichen Flußseite, aber in nördliche Richtung

braucht es noch einen weiteren Beweis, dass es mittlerweile sehr nass ist...

die noch in Betrieb befindliche Clodramühle (nebenan kann man auch einkehren)

wir sind noch einen Kilometer weiter gegangen, weil wir hofften, dass eine Umleitung ausgeschildert ist, aber wir mussten wieder umkehren

wegen der Länge der Etappe (und dem Wetter) sind wir dann auf der östlichen Flußseite zurück nach Berga, und nicht nach Wünschendorf 

wir nehmen den Talweg

vom Talweg aus sieht man hinauf zu den Felsen - dort oben verläuft die Königsetappe

zurück in Greiz, im Küchenhaus (rechts) gibt es ein wunderbares Café, das eigentlich nur noch 30 min geöffnet hat

wir dürfen trotzdem noch bestellen - denn mit den Schließzeiten sieht man das wohl nicht so eng, denn eine Stunde später freuten wir uns immer noch über die wohlige Wärme im gemütlichen Café nach diesem nasskalten Wandertag

 

Etappe 3: Berga - Wünschendorf

die Königsetappe auf der östlichen Seite der Elster - erst folgt man ein Stück dem gestrigen Talweg, dann biegen wir auf einen schönen Single Trail ab

Aussicht vom Bösen Stein

ein bisschen Trittsicherheit braucht man schon

eine  Zeit lang bleibt der Weg auf der Hochebene

Aussicht von der Bastei

hab ich doch gesagt :-)

eine tollkühne Radfahrerin in Nöten

der Anger von Großdraxdorf...

...ist der perfekte Pausenstopp

nach dem Ausichtspunkt Eselsberg geht es wieder hinunter zur Elster

und da das Wetter sich verschlechtert, nehmen wir für die letzten Kilometer den Talweg

Lederschiefer im Steinbruch Hüttchenberge

der Regenschauer hört auf, als wir in Wünschendorf ankommen

diesmal bringen wir genügend Zeit mit für den Besuch des Cafés im Küchenhaus

 

Etappe 4: Berga - Greiz

westliche Seite der Elster, südliche Richtung

der Weg nimmt gleich Höhe auf, die Elster ist kaum zu sehen

es ist mir schleierhaft, wo der Schwung noch herkommt... es liegen schon wieder einige Höhenmeter hinter uns 

kein geeigneter Rastplatz

kein geeignetes Mittagessen

einer der wenigen Ausblicke bislang

Altgernsdorf

die Elsterschleife bei Rüßdorf

jetzt wird´s ernst...

Rüßdorf

bei der Lehnamühle

der W. v. Goethe und J. S. Bachblick auf Neumühle

hier ist wieder Trittsicherheit gefodert

geschafft, wir sind im Tal

sofort geht es wieder nach oben

ganz nach oben

kurz wird es eben

und dann etwas langweilig

der Teufelsfelsen

man hat nur einen mäßigen Blick auf das Weiße Kreuz von Etappe 1

ein Stück weiter kommt der Aussichtspunkt Idahöhe

dann nähern wir uns dem Ende des EPW - die Elster am Schloßpark von Greiz

Schloßpark und oberes Schloß