Etappe 1 Siegquelle - Deuz (-Siegen)

Die Siegquelle ist unter der Woche unkompliziert mit dem Bus von Siegen zu erreichen - dann kann man gut in einem Rutsch weiter bis Siegen wandern. Ich kam an diesem Wandertag auf dem Ederhöhenweg von Altenteich, hatte also schon 3,5 Stunden Strecke hinter mir, und bin daher nur bis Deuz gewandert.

vor Beginn der Wanderung empfiehlt sich der kurze, markierte Rundweg auf dem Bohlenweg durch das sumpfige Quellgebiet

dann nehme ich den Sieghöhenweg XS in Richtung Walpersdorf und Nenkersdorf

dies ist gleichzeitig ein Zuweg zum Rothaarsteig

es macht Spaß, der winzigen Sieg bergab zu folgen

schnell entwickelt sich aus dem Rinnsal ein stattlicher Bach in einem schönen Tal (und ja, der Wanderweg ist auch nass, aber dann doch zum Glück kein veritabler Bach)

kurz vor Walpersorf

hinter Nenkersdorf nehme ich wegen des Regens lieber den Radweg

Blick zurück zum Rothaargebirge

das ist schon Deuz

an der Bushaltestelle kann ich nochmal meinen Weg auf dieser Tafel nachverfolgen (an dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass es einen regulären und einen Schnellbus nach Siegen gibt, den regulären empfand ich im Berufsverkehr als quälend langsam; er kam auch schon mit ziemlicher Verspätung an, und natürlich war dann mein Anschluss in Siegen weg, das ist genau das, auf das man in nassgeregnetem Zustand Lust hat)

 

Etappe 2 (Deuz-) Siegen - Mudersbach

Da der Bus nach Deuz ewig braucht, habe ich mir eine Bergüberquerung und 5 km gespart und steige am Nordrand von Siegen ein. Ich folge zunächst dem E1, da ich damals bei meiner E1-Tour anstelle der Originalroute tatsächlich eine Variante über Flammersbach und Niederdielfen gewandert bin, genau die Strecke, die der Rother Wanderführer als Zusatzetappe zum Natursteig vorschlägt. Mein Fazit: die Variante schlägt den E1. 

nach wenigen Minuten erreicht der E1 die erste Parkanlage 

Siegen liegt wunderbar umgeben von vielen Bergen, immer wieder bieten sich auf der Etappe schöne Ausblicke

dann steige ich ab und gelange zum alten Schloß in einem schönen Park

es geht weiter bergab in die Innenstadt mit der Nikolaikirche und dem Wahrzeichen Siegens, dem Krönchen

an der Siegplatte - Henner, der Bergmann, erinnert an die Bergbautradition der Stadt

Der Weg heraus aus dem Zentrum ist zunächst nicht wirklich schön. Er gewinnt aber, sobald man die (stellenweise etwas vernachlässigten) südlichen Grünzüge der Stadt erreicht hat.

die Autobahn bleibt die ganze Zeit in Hörweite

in Hengsbach erfährt man mehr über den Erzabbau; und spätestens ab hier fühlt man sich auf einer Wanderung und nicht mehr auf einer Stadtdurchquerung.

der nächste Höhenzug wird überquert

zuvor kann man aber noch wunderbar rasten

inzwischen folge ich dem X24 (Möhne-Westerwald-Weg)

und da ist die Zivilisation wieder

bergab nach Eiserfeld

es geht ganz hinunter in den Ort, und auf der anderen Seite genauso steil an der oberen Kirche vorbei wieder hinauf und über den nächsten Bergsattel

in Birken steht ein altes Backhaus

der Weg führt oberhalb von Birken weiter

die Elster ruht sich bereits auf der Stromleitung in Mudersbach aus...

...ich dagegen habe noch 500 m bis zu diesem vertrauenerweckenden Bahnhalt (ja, ein Zug hat tatsächlich pünktlich hier gehalten)

 

Etappe 3 Mudersbach - Alsdorf

hier beginnen die offiziellen Etappen des Natursteigs - gleich hinter dem Bahnhalt ist das erste Zeichen aufgemalt 

erster Stop ist die schöne Kirche

und hier fangen bereits die Unsicherheiten bezüglich der Markierung an

schlussendlich finde ich den richtigen Abzweig in den Wald; es half kein "Wünsch Dir was", es war natürlich der bergauf weisende Weg, der zur Mariengrotte führt

etwas später erreicht man eine ehemalige Erzmine - heute wird das dortige Quellwasser zum Bierbrauen verwendet

das Wetter ist ja nicht das Allerbeste heute

vom Tröpfeln begleitet geht es auf und ab durch den Wald

nach doch einigem Geschlängel und ernstzunehmenden Höhenmetern erreicht der Weg Freusburg - gerade noch rechtzeitig...

...denn in der schönen Jugendherberge kann ich einen heftigen Regenschauer gemütlich aussitzen

Aussicht von der Burg ins Siegtal

es geht wieder hinunter

unten an der Sieg angekommen, sieht man schon die Brücke und die Freusburger Mühle - hier führt der Weg hin

von der Brücke aus erkennt man die Burg hoch oben auf dem Bergsporn

hier war ich schon mal auf dem E1

aber damals gab es diesen Rastplatz noch nicht (im Raum hinter der Tür verbirgt sich ein Kühlschrank mit Getränken)

Druidensteig, Natursteig Sieg, E1, Sieghöhenweg und noch eine weitere Markierung... die Freusburger Mühle ist wahrlich ein Wandernadelöhr 

Blick zurück auf Freusburg, hier habe ich schon wieder beträchtlich an Höhe gewonnen, und...

...suche schnaufend eine Rastbank - ok, die ist es nicht

die auch nicht, zu zugewachsen

aber die nagelneue "Druidenrast", die man auf einer Art Katzenleiter errreicht, die hat was :-)

auf jeden Fall hat sie Aussicht :-)

noch mehr Aussicht gibt es vom filigranen Ottoturm

ein paar Kilometer später erreicht man den beeindruckenden Druidenstein

ich kann ihn kaum eines Blickes würdigen, denn es fängt erneut heftig zu regnen an - ich eile den Kreuzweg hinab...

...und nehme den kürzesten Weg zum Bahnhof, also hier noch mit Markierung, dann aber biegt der Natursteig ohne mich ins Imhäuser Tal ab

bald kann ich die Sieg bei Grunebach queren

der Bahnhalt verwirrt mich zunächst, denn auf dem Schild steht "Grunebacherhütte", und ich wollte doch nach Alsdorf - ein Blick auf die Karte zeigt, der Bahnhalt Alsdorf liegt keine 200 m weiter; hier verlaufen tatsächlich nah beieinander zwei separate Bahnstränge mit zwei Haltepunkten zum Umsteigebahnhof Betzdorf

 

Etappe 4 Alsdorf - Niederhövels

ab dieser Etappe begleitet mich eine Wanderfreundin; diesmal nehmen wir den Bahnhalt Alsdorf

der Natursteig leitet kurz durch den alten Kern...

...und erst in ein Bachtal...

...dann auf die Höhen

bei der Dickendorfer Mühle (in der Mühle hat in der Saison ein Café geöffnet, heute leider noch nicht)

kreative Wanderzeichenanbringung

und ja, es geht über den nassen Wiesenweg weiter

es fängt auch noch an zu regnen

im Sturzregen verpassen wir mangels Sicht zwar den richtigen Abzweig, landen aber nach 1 km an dieser Bushaltestelle in Elben

danke für den Schutz; und dann dürfen wir den Kilometer wieder bergauf nach Molzain gehen und den verpassten Abzweig suchen 

er war wirklich nicht gut zu erkennen, denn es ging über einen zugewachsenen Wiesenweg hinauf...

...zu dieser Kapelle, die uns ebenfalls Schutz vor dem Regen geboten hätte

wir folgen einem schönen Weg am Hang entlang

und erreichen den Gipfel des Steinerother Kopfes, 478 m

hinter Struth...

...landen wir auf einem Pfad hoch über der Sieg, doch der war falsch. Wir suchen den Abstieg auf dem Natursteig; wir hätten gleich nach dem Abzweig noch mal abzweigen müssen auf einen zugewachsenen und sehr, sehr steilen Weg. Komoot und der Wanderführer waren keine Hilfe.

Weil der Pfad so ungemein steil ist, suchen wir uns einen anderen Weg, der uns nach unten Richtung Scheuerfeld bringt.

Dieser Weg ist viel schöner...

auf dem Steckensteiner Kopf, 245 m

Niederhövels, unser heutiger Zielort, liegt... 

...noch einen steilen, pfadigen Abstieg entfernt

die Sieg bei Niederhövels

geschafft

 

Etappe 5 Halscheid - Niederhövels

wir starten zuwegfrei auf der Höhe bei Halscheid

auf dieser Etappe muss man aufpassen, dass man nicht aus Versehen auf die zusätzliche Etappe "Schleife um Wissen" gerät 

den Schlenker zur Kanzelsley bei Bitzen haben wir uns gespart (nasse Wiesenwege...)

immer wieder wechselt der Natursteig von den weiten Höhen in kleine Bachtäler, Siefen genannt 

im Holperbachtal

ein kurzes Stück folgen wir einer einsamen Kreisstraße

der Holperbach führt heute kein Hochwasser :-)

nächste Anhöhe

kurz vor Wissen befindet sich dieser tolle Rastplatz, eine Wanderschaukel

die Sieg bei Wissen

das sind "Schnapper" und "Doppler" (Arbeiterberufe im Walzwerk)

ein empfehlenswertes Eiscafé wartet nach der Bahnunterführung

hinter Wissen geht es zunächst ein Stück an der Sieg entlang bis zum privaten Schloß Schönborn

wir dachten, es gäbe einen Hinterausgang aus dem Park, aber wir mussten wieder zurück

dann wird der Weg sportlich... 

das Firzelbachtal ist wunderschön

hier führt auch der Auenlandweg hindurch

dann wird es wieder friedlich...

...bevor hinter Röttgen seilversichert ins Osenbacher Seifental abgestiegen wird

auf der anderen Bachseite wandern wir hinauf zu einem Campingplatz 

und von dort hinunter zur Sieg

am Schluss leitet uns ein wunderschöner Pfad entlang der Sieg nach Niederhövels

 

6. Etappe Halscheid - Rosbach

der Minibus entläßt uns wieder in der Ortsmitte von Halscheid

schnell sind wir in der Waldeinsamkeit

das müssten Hamm und Au sein

durch das Burgbachtal

und wieder hinauf...

...zu diesem Rastplatz in Hurst

man sieht sich ja immer zweimal im Leben und wenn dann noch Pech dazukommt...

so schöne Aussichten...

...und so ein schöner Weg - leider komplett falsch, und so marschieren wir in einem großen Bogen und teils auf der Straße wieder zurück nach Hurst, denn...

...wir haben dieses Wanderzeichen kurz nach dem Ortsschild von Hurst für ein Bestätigungszeichen gehalten, da kein Weg zu sehen war 

tatsächlich ging es mitten durch das Gestrüpp bergab (Suchbild - wo ist die Wanderin?)

das ist nun der richtige Weg 

malerisch schrauben wir uns in die Höhe zum Alten Stuhl, 286 m

die Aussicht von hier oben ist top, man könnte sich auch ein Picknick hierhin liefern lassen (oder auch zur Burg Windeck; verschiedene Gastronomen haben das im Angebot)

wir können von hier oben sogar unsere Fewo in Rosbach erkennen :-) 

der Abstieg ist dann kurz etwas steiler...

...und wer noch nicht auf dem Alten Stuhl gepicknickt hat, kann hier in der Bachmühle einkehren

von der Bachmühle ist es noch eine Viertelstunde zum Ortskern von Rosbach

hier geht's weiter: Abschnitt 2 Rosbach - Siegmündung

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