Etappe 7 Dattenfeld - Rosbach
vom Bahnhof Dattenfeld, der gar nicht in Dattenfeld liegt, wandern wir ein Stück an der Sieg entlang...
...bis wir bei Übersetzig übersetzen (auf einer Brücke)
Dattenfeld
Besonders gefährlicher Waldweg - jetzt wird es spannend?!
es wurde nicht zu viel versprochen, eine ausgesprochen schöne Wegstrecke
wir steigen auf 274 m und einen namenlosen Berg ohne Aussicht hoch...
...nur um ins Zillertal (das hatte ich anderswo verortet 😀) abzusteigen
hier bei Dreisel umrunden wir eine ehemalige Siegschleife
an dieser schönen Stelle ist Zeit für eine Teepause
Sieg und Dreisel
Berg Dreisel, 177 m hoch, und ganz schön sportlich zu erklimmen
oben gibt es eine Schutzhütte und eine mäßige Aussicht
hier nähern wir uns bereits Alt-Windeck
und kommen an einem Arche-Hof vorbei
wir haben die Tour so geplant, dass wir um 13:00 Uhr, wenn am Wochenende das kleine, aber sehr sehenswerte, ehrenamtlich betriebene Freilichtmuseum öffnet, dort sind
wir erreichen Burg Windeck
unten im Tal liegt Schladern
in einem ehemaligen Walzwerk (Elmores) befinden sich heute ein toller Biergarten/Eventlocation, die VHS und das Infozentrum der Naturregion Sieg
der Siegwasserfall liegt gleich daneben und wurde künstlich eingerichtet, als beim Bau der Bahnlinie eine Siegschleife abgetrennt wurde
anstatt zurück auf die Höhen zu wandern, wählen wir eine Wegvariante über Mauel zum Ziel in Rosbach und folgen der Sieg
so können wir nämlich auf dem Eisenbahnviadukt über die Sieg gehen
ein erschütterndes Erlebnis 😂
Etappe 8 Stromberg - Herchen - Dattenfeld
die Sieg bei Stromberg (Bus von Herchen Bf)
hier gibt es einen wunderschönen Eichenhain mit uralten Bäumen
das Wetter ist laut Wetterbericht top mit Regenwahrscheinlichkeit von 10%; Realität: es regnet in Strömen - ursprünglich hatten wir geplant, von Stromberg aus 2/3 der Schleife um Herchen und dann weiter nach Dattenfeld zu wandern - angesichts des Wetters entscheiden wir uns, abzukürzen und das andere Drittel der Schleife zu wandern
hier nach ca. 2 km habe ich bereits komplett nasse Füße
es ist wirklich trostlos
man sieht es auf den Bildern nicht, aber der Weg ist extrem rutschig und durch das ständige Auf und Ab auch nicht ohne
der Bahnhof von Herchen lugt aus dem Nebel
jetzt reicht es uns endgültig, wir versuchen herauszufinden, welche der Abzweigungen der Zuweg nach Herchen ist
wir stellen uns unter und sondieren die Lage: der reguläre Natursteig nach Dattenfeld verläuft teilweise auf bei Komoot rot (also anspruchsvoll) eingezeichneten Steilpfaden - wir beschließen, angesichts des bisher erlebten Wegezustands sicherheitshalber den Radweg entlang der Sieg zu nehmen
es ist nass, sehr nass
manchmal aber auch bunt
Röcklingen besitzt ein wunderschönes, überdachtes Buswartehäuschen, ein Refugium zum Wunden lecken und Mittagessen
Vorsicht Rutschgefahr - als ob wir das nicht schon die ganze Etappe über verinnerlicht hätten... :-)
wir schaffen es ohne Unfall hinüber
und dann wird der Weg nochmal bzw. erstmal? richtig schön
Vom Schlußspurt zum Bahnhalt Dattenfeld gibt es aufgrund der Geschwindigkeit kein Foto - plötzlich taucht nämlich vor uns eine Frau auf, die in erhöhtem Tempo Richtung Bahnhof läuft, da schlussfolgern wir messerscharf, dass es opportun wäre, ebenfalls einen Zahn zuzulegen - und der Zug fährt ein, als wir die letzten Stufen der Unterführung hinaufkeuchen, chakka! Die Frau nahm übrigens den zeitgleich ankommenenden Zug in Gegenrichtung.
Etappe 9 Niederbohlscheid - Herchen
auch wieder eine Etappe, die wir aufgrund der guten Busverbindung nicht im Tal am Bahnhof, sondern auf der Höhe an der Haltestelle Alte Schule in Niederbohlscheid beginnen und in Gegenrichtung laufen
dieser Teil des Natursteigs verläuft durch das Waldgebiet des Nutscheid, für diese Info interessieren wir uns momentan allerdings überhaupt nicht, weil der Weg an der blauen Brücke unten schon wieder unterirdisch ausgeschildert ist...
eine weitere überflüssige Information - wo ist unser Wanderzeichen, müssen wir hinüber oder nicht?
auf der anderen Bachseite war kein Zeichen zu sehen, auf unserer Seite ist eines und wir schlussfolgern, dass der Natursteig hier also premiumwandermäßig den "naturbelassenen" Pfad meint - nach 1 km im Dickicht sehen wir wieder Niederbohlscheid auftauchen; komoot hat an dieser Stelle übrigens auch überhaupt nicht helfen können, aber das Studieren des Wanderführers hätte Licht ins Dunkel gebracht
wir drehen um
wir überqueren zeichenlos die Brücke, wie es im Wanderführer steht
Wir nehmen nach der Brücke nach der "eene meene muh" Methode den links bergauf führenden breiten Weg - dann erst, nach weiteren 50 m, haben die Wegeplaner gnädig ein Zeichen an den Baum gepinselt. Uns ist gerade nicht so friedvoll zumute, wie den Bewohnern des Friedwaldes von Eitorf, den wir passieren.
Bei der kleinen, zwar durch Anbauten etwas verschandelten Hubertuskapelle schaffen wir es dann doch, das Frusterlebnis hinter uns zu lassen...
...und entdecken alsbald auch wieder unseren inneren Vorrat an positiven Gefühlen
Oberottersbach...
...gönnt sich ein Waldbett
sengende Sonne satt
inzwischen sehnen wir die im Wanderführer erwähnte und für das Mittagessen anvisierte Hütte herbei, aber der Weg zieht sich
Niederiefer Bachtal
noch ein Aufstieg Richtung Rieferath
dann endlich steigen wir ab ins Kaltbachtal
ok, die etwas baufällige.Hütte war jetzt nicht ganz das, was wir erhofft hatten...
...aber hier treffen wir eine NST-Wanderin und haben einen interessanten Austausch :-), das war eine wirklich nette Begegnung (der Nord-Süd-Trail verläuft teilweise auf dem Natursteig Sieg)
es geht nun ins Dehlenbachtal
im Appelhof gibt es einen gut besuchten Hofladen; wir stocken unsere Gemüsevorräte für das Abendessen auf, und nach einer Eispause geht es leicht erfrischt weiter
der Abstieg nach Herchen hat es nochmal in sich
der Biergarten der "Löwenburg" ist daher als Pflichtziel dieser Etappe gesetzt :-)
leicht bierbeschwingt nehmen wir den kurzen Weg an der Sieg entlang zum...
...Bahnhof
Etappe 10 Niederbohlscheid - Blankenberg
von der Haltestelle Niederbohlscheid führt der Weg am Seniorenheim vorbei links ins Überbuschtal hinunter, es bleibt längere Zeit matschig
nach der Talsohle folgt der Aufstieg durch ein Ginsterwäldchen
wir kommen an dem kleinen Weiler Hatzfeld vorbei und freuen uns über den schon blühenden Rhododendron
hinter Hatzfeld steigen wir auf zur...
...Gecksbitze, 228 m
wir blicken Richtung Siegtal: Eitorf, Schiefen, Bourauel
gelb getupft führt der Weg weiter...
...der Pfad ist schön und schmal...
...und manchmal eine Spur wilder
wir queren ein Bachtal...
...treffen Waldbewohner...
...und schwitzen in der Sonne
dann erreichen wir aber endlich Merten: hinter einer hohen Umfriedungsmauer befindet sich in der historischen Orangerie idyllisch das Café "Zuckerbäckerei" - die Törtchen sind unglaublich lecker
das Areal war früher ein Kloster, nach der Säkularisierung wurde es zum Schloß umfunktioniert, heute beherbergt es ein Altenheim
in Merten steht noch ein weiteres Schloß - die ehemalige Burg ist in Privatbesitz
über die Sieg und in den Ortsteil Bach
wir wandern durch das schöne Krabachtal
eine kleine Routenvariante bringt uns ins Ortszentrum von Süchterscheid
die Heilig-Kreuz-Kirche besitzt drei Chöre aus drei verschiedenen Jahrhunderten und war leider geschlossen
zurück auf dem Natursteig: am Ortsrand von Süchterscheid verzaubert der Biohofladen mit trail magic: eine liebevoll gestaltete Wanderlaube macht Lust auf eine weitere Pause
kurze Zeit später erreichen wir das Ahrenbachtal
hier wandern wir zunächst auf halber Höhe das Tal entlang hinauf nach Blankenberg Stadt
die Altstadt ist komplett von einer Burgmauer umgeben
bei dieser Aussicht bis zum Michaelsberg von Siegburg ist es logisch, dass das Café/Restaurant "Alte Schule" ein beliebter Pausenstop ist - so auch heute für uns 😀
Burg Blankenberg
auch hier reicht der Blick weit ins Land
2 km später: ein Halt im Nirgendwo, keine Sitzgelegenheit und kein Schatten am Bahnhof Blankenberg
Etappe 11 Bröl - Blankenberg (bzw. Merten)
wir starten in Bröl an der Kirche und wenden uns nach Osten...
...und über die Sieg
es geht hinauf...
...und zu einem Abstecher nach Bödingen
die Marienwallfahrtskirche ist leider verschlossen,...
...beeindruckt uns aber trotzdem mit den filigran geschmiedeten Toren
zurück im Nutscheid, dem größten zusammenhängenden Waldgebiet des Bergischen Landes
Blick vom Gipfel des Oberhalberges, 220 m, Richtung Greuelsiefen
glühend heiß ist der Weg hinauf nach Honscheid
am Ortseingang gibt es eine Sitzgelegenheit, die aber voll in der Sonne liegt - wir folgen dem Natursteig weiter; an der Kapelle vorbei wechseln wir auf einen schmalen und zunächst schattigen Pfad
der Abstieg vom Stachelberg...
...ist wieder sehr malerisch-wild
dann führt uns ein Bachtal in Richtung Sieg
an der Sieg entscheiden wir uns spontan, nicht zum einsam gelegenen Bahnhof von Blankenberg zu wandern (keine Sitzmöglichkeit, kein Schatten)...
...sondern in die andere Richtung ins ungefähr gleich weit entfernte Merten, wo die Aussicht auf eine Pause in der "Zuckerbäckerei" zu verlockend ist
habe ich schon erwähnt, dass es 29 Grad hat :-(
(tatsächlich waren dies die Wanderwochen mit meinen bisher größten Temperatursprüngen, von 6 Grad, gefühlt 3, bis jetzt 29 Grad, bestimmt gefühlt noch heißer)
wegen der Hitze sind wir inzwischen ganz schön durstig
ich öffne daher in Merten freudig das "Tor zum Paradies"
und wir verbringen die Wartezeit auf den nächsten Zug im Café "Zuckerbäckerei" :-)
Etappe 12 Bröl - Siegburg
wir erwischen wieder einen wunderbaren Regentag - die Bauernregel zu den Eisheiligen bewahrheitet sich in diesem Jahr...
Blick zurück auf Bröl
immerhin, ein Regenbogen zeigt sich im Grau
und die dramatische Wolkenstimmung hat auch ihren Reiz
tapfer wandern wir durch den Niesel
der Bergische Weg begleitet uns auf dieser Etappe über den Giersberg...
...und hinunter zum Höllmichsiefen
nach diesem wilden Pfadabschnitt...
...folgt wieder ein gemäßigter Teil
...aber nicht für lange...
...denn bald führt uns ein Pfad aussichtsreich am Hang entlang
wir befinden uns oberhalb von Hennef
Siegburg mit dem markanten Michaelsberg
jetzt wird es ernst :-)
der Abstieg gestaltet sich bei der Nässe nicht ganz so einfach
Kloster Seligenthal
nach der Klosterkirchenbesichtigung gehen wir ein Stück zurück und nehmen dann aber nicht den Natursteig, sondern...
...folgen dem Radweg zur Ruine der Ummigtalbrücke (sie liegt etwas abseits; am Weg steht unauffällig eine Informationstafel, und dahinter führt ein kleiner Pfad zu den Brückenresten)
der Radweg steigt weiter hinauf zur Wahnbachtalsperre (hier gibt es einen überdachten Pavillion, der ideal für eine Pause ist), von dort stoßen wir bald wieder auf den Natursteig
das ist ein weiterer Pavillon, ein paar Kilometer später; inzwischen hat es sich wieder eingeregnet
ein Barfußpfad mit einem traurigen Klangspiel
aber es gibt auch Schönes zu entdecken
hinter Kaldauen verschwindet der Natursteig auf einem Parkplatz, der Einstieg in den dahinterliegenden Wald ist wieder mal undeutlich beschildert, aber ein Pfadgewirr führt dann doch ziemlich schnell wieder auf die richtige Spur
Haus Mühlen beherbergt ein Kloster
in Siegburg...
...können wir einer Variante auf diesem Pfad nicht widerstehen
inzwischen brennt die Sonne schwül vom Himmel - sollen wir oder sollen wir nicht den Berg erklimmen???
auf den gepflegten Wegen und Treppenanlagen des Parks kommen wir aber trotz Hitze recht entspannt nach oben
und der Aufstieg hat sich für den Blick ins Siegtal von den Resten der Burgmauer aus definitiv gelohnt
hier oben befindet sich eine Abteikirche mit dem Schrein des Bischofs Anno
über schöne Wege steigen wir auf der anderen Seite hinunter in den Ortskern von Siegburg
das gemütliche Café "Käffchen" bietet u.a. hervorragenden, selbstgebackenen Kuchen
auf dem Weg zum Bahnhof von Siegburg, dem offiziellen Ende des Natursteigs Sieg, durchstreifen wir ein nettes Viertel mit alter Bebauung
Etappe 13 Siegburg - Siegmündung - Bonn
wie erwartet sind die ersten 2,5 Kilometer hinter dem Bahnhof nicht die schönsten
immerhin laufen wir auf einem separaten Radweg
und bald schon queren wir die Sieg,...
...um ihr auf dem Uferradweg nach Bonn zu folgen
die Autobahn liegt nun zunächst in unserem Rücken, es wird deutlich attraktiver
selbst diese Brücke passt irgendwie ins...
...frühlingsbunte Bild
überall blühen Wiesensalbei und Co
und vom Radweg, der auf einer Deichkrone verläuft, hat man einen wunderbar weiten Blick in die flache Landschaft, fast wie in Norddeutschland
am Horizont grüßt markant das Siebengebirge mit dem Drachenfels
und auch den langen Eugen in Bonn kann man erspähen
die Siegauen sind wunderschön, wir sind ganz begeistert
gut beschildert kommen wir rasch voran
was gut ist, denn für 12 Uhr ist Regen angesagt (wir haben extra einen frühen Zug genommen, um heute möglichst trocken zu bleiben 😅)
Auenwald
sogar Weinberge gibt es hier
Bergheim
mit diesem wunderbaren Blick auf einen Altarm der Sieg pausieren wir spontan auf der Terrasse des Restaurants "Zum Boothaus", das gerade öffnet
vorbei an Altarmen nähern wir uns der Mündung
hier mündet die Sieg in den Rhein
wir marschieren weiter, am kleinen Yachthafen vorbei
da kommt die Mondorfer Fähre
jetzt aber zackig
die Mündung von der Rheinseite aus
fast ist die Wanderung geschafft; es ist ein schönes Gefühl, einen Fluss von der Quelle bis zur Mündung erwandert zu haben (ist ja schon Nummer drei nach Werra und Eder 😅)
Bonn
Blick zurück nach Mondorf - hier verläuft übrigens die Grenze zwischen Niederrhein und Oberem Mittelrheintal
wir folgen der Rheinpromenade
den Fluss immer links von uns nähern wir uns dem Zentrum
Um 12 Uhr fängt es, wie vorhergesagt, pünktlich zu regnen an - wir befinden uns gerade am alten Hafen von Bonn und müssen einen kleinen Schlenker landeinwärts machen, da erspähen wir dieses Bistro/Kantine der umliegenden Firmen - das entscheidet die Sache: Mahlzeit! (im Trockenen, gut und günstig - super!)
zurück auf der Promenade
auf dem rechten Berg sitzt der Drachenfels; auch die Krähen lieben anscheinend diese Aussicht
im Hofgarten
und hier können wir dem Lockruf der deliziösen Törtchen nicht widerstehen und verbringen eine gemütliche Stunde im Café "Zuckermädchen"
der Besuch des spannenden und interaktiven Museums der Deutschen Geschichte rundet den wunderbaren Wandertag ab
Hier blickt man durch ein Zeitfenster hinunter auf römische Ruinen.
Eine weitere Fernwandertour ist zu Ende - erholt, bereichert und mit tiefgründigen Eindrücken versehen fahren wir nach Hause.
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